40 Jahre Lehnenviadukt / Seelisbergtunnel

Die Autobahn durch Nidwalden, Wirtschaftsmotor und gleichzeitig Quell störender Emissionen, wird dieses Jahr 40 Jahre alt. Am 12. Dezember wurde mit Lehnenviadukt und Seelisbergtunnel das letzte Teilstück der Autobahn durch Nidwalden feierlich eröffnet. Der Kulturverein Ermitage und der Historische Verein Nidwalden nahmen dies zum Anlass, Autobahnbau und Bedeutung der Autobahn mit einer Ausstellung und mit mehreren Veranstaltungen zu würdigen.

Ausstellung:
12. bis 27. September
Ermitage Beckenried

Vernissage:
Samstag, 12. September, 17 Uhr
Ermitage Beckenried

Pro Senectute-Nachmittag:
Dienstag, 15. September, 14 Uhr
Ermitage Beckenried

Begehung ASTRA/Baudirektion:
Mittwoch, 23. September, 19 Uhr
Parkplatz unter der Autobahn, Ausfahrt Beckenried/Emmetten

Architektur im Gespräch:
Donnerstag, 24. September, 20 Uhr
Ermitage Beckenried

Hilfe kommt! «Geschichte für zu Hause»

Wer Geschichte liebt, ist im Herzen ein Entdecker, eine Abenteurerin, ein Forscher, eine Reisende in verschiedenen Welt- und Zeiträume. Sie finden hier Vorschläge, wo und wie Sie in diesem Sommer zu Hause, in Nidwalden, auf vielfältige Weise Geschichte entdecken und erleben können. Sei dies lesend, wandernd, rätselnd und staunend. Oder helfen Sie uns in einigen Fällen mit, unsere Geschichte weiter zu erforschen.

Sie finden weiter unten:

  • unsere Ausflugstipps
  • unsere Bilderrätsel
  • unseren Aufruf zur Sammlung alter Rezepte und Kochbücher
  • unsere Lesetipps.

«Geschichte für zu Hause»: Ausflugstipp 1

Expeditionen in die Geschichte Nidwaldens!
«Iise-Stange» - Wanderung vom Stanser Niederdorf nach Obbürgen
ein Ausflugstipp von Brigitt Flüeler, Präsidentin
 

Das PDF unseres Ausflugstipps zum Ausdrucken finden Sie unten.
Ergänzungen und Wissenswertes finden Sie hier:

Weiterführende Infos:
Kirche und Kapellen von Obbürgen NW
Hrsg. von Pfarrer Franz Bircher, 2014
Die sehr informative Broschüre zum Kirchenbau und zur Obbürger Sakrallandschaft liegt im Eingang der Kirche auf.
 
Konstantin Vokinger: Die Kirche von Stans
Josef von Matt, Verlag, Stans. 1947, S. 24-27
Im Kapitel «Die äussere Gestalt der Pfarrei» finden Sie Informationen zur Beziehung der Obbürger zur Pfarrei Stans, zu der sie bis 1972 gehörten.
 
Esther Odermatt: Die Seppe. Eine Geschichte aus Unterwalden.
Verlag Rascher & Cie. Zürich und Leipzig, 1916
Der Roman der Nidwaldner Schriftstellerin Dr. Esther Odermatt spielt in Obbürgen zur Franzosenzeit 1798.
Esther Odermatt war die erste Nidwaldnerin, die ein Universitätsstudium machte und einen Doktortitel erlangte. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit den Verkleinerungsformen im Nidwaldner Dialekt.
 
Esther Odermatt: Die Deminution in der Nidwaldner Mundart.
Druck und Verlag von Zürcher & Furrer, Zürich, 1904.
Die Arbeit basiert auf einer Feldforschung, die Esther Odermatt in Obbürgen machte.
Sie schreibt dazu in den Vorbemerkungen: «Das Material für meine Arbeit habe ich in mehrmaligem längerem Aufenthalt auf einem Bauernhof in Obbürgen, zwischen Stansstad und Bürgenstock, gesammelt. Die Sprache meiner Gewährsleute, die früher näher bei Stans, dem Hauptorte des Kantons wohnten, ist die von Stans und Umgebung, - nur dass sie, besonders die ältere Generation, die Mundart noch reiner bewahrt haben als viele Leute im Dorf.» 
 
Fortsetzung der Wanderung von Obbürgen - Balmchäppili - untere Säge - Fronhofen - Stans
Wenn Sie statt mit dem Postauto von Obbürgen nach Stansstad spazieren möchten, so empfehle ich Ihnen den Weg übers Balmchäppili. Gehen Sie von Obbürgen zurück zum Seewli bis zum Oberhuis, zweigen dann rechts ab zur Chlausmatt und erreichen so den Weg zum Balmchäppili. War d Iise-Stange für die Obbürger der Weg nach Stans, so benutzten sie den am Balmchäppili vorbei, wenn sie nach Stansstad wollten.
 
Nach dem Abstieg auf der Strasse zurück nach Stans können Sie links die eindrücklichen Gesteinsformationen bewundern. Dort wollte man einst nach dem Vorbild des Löwendenkmals in Luzern eine Grotte in den Fels schlagen und das Winkelried-Denkmal errichten. Dies war ein Vorschlag unter vielen bei der Standortsuche.
 
Im Nidwaldner Wochenblatt war dazu am 11.2.1854 zu lesen: «Wenn man von Stansstad nach Stans geht, so ist kaum 10 Minuten vom See, linkerhand, nicht viel über 200 Schritte von der Landstrasse entfernt, ein lichtgrauer Fels aus senkrecht aufgerichteten Kalksteinschichten bestehend und von beträchtlicher Höhe. Das Gestein selber taugt nicht zum Bildeinschneiden; aber umso schöner liesse es sich in etwas grossen Dimensionen zu einer Grotte wölben, worin dann, wenn möglich aus weissem Marmor oder aus anderem hellem Gestein, der sterbende Held zu liegen käme. Die Umgebung dieser Stelle ist grossartig, schön wie der Gedanke selbst; es ist kahler Stein. Mit fröhlichem Buchengrün und düsterem Eibengebüsch bekrönt, erglänzt er in der Abendsonne mit so mannigfaltigen warmen Farbtönen, dass dieser Punkt oft schon zum Gegenstand von Landschaftsmalern geworden. Auf seinem Gipfel steht eine kleine Kapelle [Balmchäppili]; nebenbei rauscht zu Zeiten ein brausender Wasserfall, und nahe am Felsen selber vorbei fliesst ein kristallheller Bach.» Dieser Vorschlag wurde schnell verworfen. Die Grossartigkeit, die Schönheit der Landschaft kann man noch erkennen. Der Rest ist «Tempi passati!»
 
Karl Flüeler: Das Winkelried-Denkmal von Stans
Beiträge zur Geschichte Nidwaldens, Heft 30, Stans 1965, S. 30-31
 
Auf dem Weg von Stansstad nach Stans kommen Sie ein wenig später an der Richtstätte vorbei, am Kallenbergli bei Fronhofen. (Höhe der Postauto-Haltestelle «Galgenried»). Auf dem erhöhten Rondell fand 1817 die letzte Hinrichtung in Nidwalden statt. Die Zuschauer - Hinrichtungen wurden immer vor grossem Publikum vollzogen - versammelten sich auf der Wiese rundherum. In der kleinen Kapelle konnten die Verurteilten noch ein letztes Gebet sprechen. Im alten Bauernhaus wohnte der Scharfrichter.
 
Robert Durrer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden
Birkhäuser Verlag Basel 1971, S. 973-975.
 

«Geschichte für zu Hause»: Ausflugstipp 2

Expeditionen in die Geschichte Nidwaldens!
«Artilleriefestung Wissiflue» - Zeitreise zurück ins Réduit
ein Ausflugstipp von Christoph Baumgartner, Vorstandsmitglied
 

Das PDF unseres Ausflugstipps zum Ausdrucken finden Sie unten.
Ergänzungen und Wissenswertes finden Sie hier:

Websites (mit Informationen und Bildern zur Festung Wissiflue):

Weiterführende Literatur:
Die Wehranstrengungen im Raum Nidwalden 1935-1995 - Ein Beitrag zur Geschichte Nidwaldens
Hrsg. Offiziersgesellschaft Nidwalden, Aktiv-Verlag 2007
Die Artilleriewerke Wissiflue und Ursprung (das Schwesterwerk auf der anderen Talseite) werden von S. 77-81 beschrieben - enthält spektakuläre Fotos und Karten.

Jost Auf der Maur: Die Schweiz unter Tag - Eine Entdeckungsreise 
Verlag Echtzeit, 2017
Es geht um Schatzkammern, Wasserkraftwerke, Hightechlabors, Spitäler, Verkehrstunnel, geheime Kavernen und den Bundesratsbunker - alles unter der Erde, ist interessant, und angenehm lesbar! Enthält auch eine Landkarte und Ausflugstipps zu unterirdischen Anlagen, die man besuchen kann.

«Geschichte für zu Hause»: Ausflugstipp 3

Expeditionen in die Geschichte Nidwaldens!
«Rund um den Rotzberg» - Lumpenhunde und Helden
ein Ausflugstipp von Peter Steiner, Vorstandsmitglied
 

Das PDF unseres Ausflugstipps zum Ausdrucken finden Sie unten.

Literatur zum Thema «Rotzloch»:

  • HLS-Artikel
  • Peter Steiner et. al. (Hg.): Geschichte des Kantons Nidwalden. Verlag HVN, Stans 2014, Bd. 1: 105, 139, 140, 146-49, 171, Bd. 2: 39, 42-43, 45, 47, 50, 53, 55, 61, 151.

Literatur zum Thema «Rotzberg/Rotzburg»:

  • HLS-Artikel
  • Peter Steiner et. al. (Hg.): Geschichte des Kantons Nidwalden. Verlag HVN, Stans 2014, Bd. 1: 14, 16, 47, Bd. 2: 45.

Literatur zum Thema «Franzosen/Franzoseneinfall»:

  • HLS-Artikel
  • Peter Steiner et. al. (Hg.): Geschichte des Kantons Nidwalden. Verlag HVN, Stans 2014, Bd. 1: 85, 98, 132-34, 152, 158, 165-67, 181, 185, Bd. 2: 74, 94-95, 99, 188.

«Geschichte für zu Hause»: Ausflugstipp 4

Expeditionen in die Geschichte Nidwaldens!
«Die Risleten hinauf nach Emmetten» - Hexen, Dinos und Barock
ein Ausflugstipp von Andreas Waser, Vorstandsmitglied
 

«Geschichte für zu Hause»: Bilderrätsel 1

Im Staatsarchiv Nidwalden werden nicht nur schriftliche Quellen aufbewahrt, sondern auch Fotografien. Viele dieser Zeugnisse unserer Geschichte sind noch nicht entschlüsselt und die Forschenden fragen sich wer, wo, wann und bei welcher Gelegenheit abgelichtet wurde. Zum Rätseln und Staunen haben wir hier sieben Bilder für Sie aufgeschaltet. Helfen Sie mit, des Rätsels Lösung zu finden? Danke für Ihren Hinweis an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bild 1:
Kennen Sie eine oder mehrere Personen auf dieser Foto?
Wie heisst das «Heimen», das Haus, vor dem die Fotografie gemacht worden ist?

«Geschichte für zu Hause»: Bilderrätsel 2

Bild 2:
Wer war dieser Mann?
Vor welchem Haus posierte er?

«Geschichte für zu Hause»: Bilderrätsel 3

Bild 3:
Diese Fotografie wurde im Garten am Rathausplatz 2 (Vokinger, vis à vis Theater Stans) aufgenommen.
Kennen Sie einen oder mehrere dieser sieben Zwerge?
Wissen Sie bei welcher Gelegenheit diese Buben sich als Zwerge verkleideten und warum?

«Geschichte für zu Hause»: Bilderrätsel 4

Bild 4:
Welche Familien oder Persönlichkeiten wohnten im Haus mit den beiden Türmchen oben am Hang?
Wem hat es gehört (eventuell mehrere Besitzer)?
Was wissen Sie über die Geschichte dieses Hauses?

«Geschichte für zu Hause»: Bilderrätsel 5

Bild 5:
Wer war Ferdinand Jann, der diese Confiserie, Pâtisserie an der Engelbergstrasse 2 führte?
Gab es bestimmte Spezialitäten, die man bei ihm kaufen konnte?
Was wissen Sie über Ferdinand Jann und seine Familie?

«Geschichte für zu Hause»: Bilderrätsel 6

Bild 6:
Wer kennt diesen Älper?
Wer weiss, auf welcher Alp er war?

«Geschichte für zu Hause»: Bilderrätsel 7

Bild 7:
Wer kennt eines oder mehrere dieser Kinder?
Wo ist die Fotografie entstanden?

Auf eigene Faust und nach Lust und Laune über vergangene Zeiten weiterrätseln und staunen können Sie in den Fotosammlungen von Franz Kaiser (1876–1934), Emil Goetz (1869–1958) und Otto Wyrsch (1903–1981). Das Staatsarchiv NW hat die vorhandenen Bestände digitalisiert, so gut wie möglich beschriftet und online gestellt. Der Staatsarchivar Emil Weber und seine Mit­arbei­tenden sind für alle Hinweise zu diesen Fotografien dankbar. Der Weg zu den einzelnen Bildern ist nicht ganz einfach zu finden - folgende Anleitung soll helfen:

Einstieg: https://archives-quickaccess.ch/search/52 > Suchfelder ausfüllen, Suche starten
Es erscheinen, wenn Sie nach unten scrollen, die Treffer. Wählen Sie das Bild aus, das Sie sehen möchten. Scrollen Sie wieder ganz nach unten und klicken Sie «Dateien» an. Nun sehen Sie im Briefmarkenformat die ausgewählte Fotografie. Möchten Sie sich diese im Detail ansehen, so klicken Sie auf die rote Archivsignatur. Unten an der Seite sehen Sie nun die Felder «Vorschau anzeigen» und «Original herunterladen». Klicken Sie auf «Original herunterladen» und Sie können sich das Bild ansehen.

Das gleiche – in der Tat umständliche – Prozedere gilt auch für das Herunterladen der digitalisierten Tonbandaufnahmen der Landsgemeinden, der Urkundensammlung oder von Amtsdruckschriften, die ebenfalls zur Verfügung stehen.

Hinweise zu einzelnen Bildern oder weiteren Archivquellen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir leiten diese gerne weiter.

«Geschichte für zu Hause»: Rezepte und Kochbücher

Expeditionen in die Geschichte Nidwaldens!
Sammlung alter Rezepte und Kochbücher
 

Essen und Trinken ist Kulturgeschichte im Alltag. Darum interessieren wir uns auch dafür, welche Köstlichkeiten in den Kochtöpfen unserer Mütter und Grossmütter gebrodelt und ge­simmert haben. Natürlich sind viele «alte» Nidwaldner Rezepte bereits im ausgezeichneten Kochbuch «Mässer Gable Leffelstiel» festgehalten. Aber längst nicht alle in allen Variationen.

Darum unsere Frage an Sie: Haben Sie alte Kochbücher, egal ob gedruckt oder von Hand ge­schrieben, und egal in welchem Zustand? Würden Sie uns diese Quellen leihweise zur Ver­fü­gung stellen? Zudem interessieren uns auch die Geschichten zu den Rezepten. Wer hat welches Rezept wann oder bei welcher Gelegenheit zubereitet? Wissen Sie, von wem Ihre Mutter oder Grossmutter das Rezept erhalten hat, wer es sonst noch kocht oder bäckt? Und haben auch Väter und Grossväter den Kochlöffel geschwungen? Ein kleines Beispiel dafür, was wir suchen, ist das Rezept des «Kriegspolenta-Kuchen» (siehe unten).

Der HVN-Vorstand möchte Rezepte und ihre Geschichten sammeln. In Zusammen­ar­beit mit dem Culinarium Alpinum (culinarium-alpinum.com) planen wir sie zu doku­men­tie­ren und nach und nach zu veröffentlichen. Bitte schicken Sie Ihre Quellen und Forschungs­er­gebnisse an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder an Brigitt Flüeler, Rathausplatz 4, 6370 Stans, Tel. 079 749 31 08.

«Geschichte für zu Hause»: Lesetipp 1

Franziska Schläpfer: Die Liebe ist ein schreckliches Ungeheuer - Illustre Schweizer Paare
Hier und Jetzt 2020,
ISBN 978-3-03919-470-4

«Liebe ist Schicksal, Liebe ist Verhängnis, Liebe muss eine Naturkatastrophe sein», schrieb Annemarie von Matt an Josef Vital Kopp.

Franziska Schläpfer hat soeben ihr neuestes Sachbuch publiziert: «Die Liebe ist ein schreckliches Ungeheuer». Sie porträtiert neun illustre Paare, die in spannungsreichen Beziehungen lebten, sich aber stets auf Augenhöhe begegneten: etwa die Schauspielerin Anne-Marie Blanc mit Filmproduzent Heinrich Fueter und die Schriftsteller Corinna Bille und Maurice Chappaz.

Ein grosses Kapitel ist «unserem» Künstlerpaar Hans und Annemarie von Matt samt dem Dritten im Bunde, dem Theologen und Schriftsteller Josef Vital Kopp, gewidmet. Die "Dreiecksgeschichte" ist zwar bekannt, doch hier wird die Amour fou erstmals genauer beleuchtet. Die Autorin hat akribisch recherchiert, sich in der Kantonsbibliothek Nidwalden tagelang durch die Briefe gelesen und die berührende, auch erschütternde Leidens- und Liebesgeschichte packend zu Papier gebracht.

Lesen - unbedingt lesen!!

Agi Flury, Vorstandsmitglied

«Geschichte für zu Hause»: Lesetipp 2

Karin Schleifer: Nidwaldner Hilfsfonds 1920-2020 – Hundert Jahre Solidarität

Nidwaldner Hilfsfonds 2020, ISBN 978-3-906997-90-2

HVN-Vorstandsmitglied Karin Schleifer hat zum 100-Jahr-Jubiläum des Nidwaldner Hilfsfonds NHF eine Broschüre über dessen Geschichte verfasst. Dabei fand sie heraus, dass der NHF in der Schweiz eine Pionierrolle einnahm. Elementarschäden an Land, Kulturen und Wald gelten nämlich bis heute als nicht versicherbar. Doch Nidwalden fand vor hundert Jahren eine Lösung, die für die Bergbauern und die Erhaltung unserer gepflegten Alpen viel Gutes bewirkte.

Was Karin Schleifer bei den Recherchen besonders überraschte: «Noch nie bin ich einer Institution begegnet, die hundert Jahre lang die gleichen Ziele verfolgt, praktisch gleich funktioniert und einen gleich grossen Rückhalt in der Bevölkerung hat.»

Die Broschüre kann gratis bei der Nidwaldner Sachversicherung NSV, den Gemeindekanzleien oder der Buchhandlung von Matt bezogen werden.

Markus Portmann, Quästor

«Geschichte für zu Hause»: Lesetipp 3

NZZ Geschichte
NZZ, Zeitschriftenreihe

Alle zwei Monate erscheint im NZZ-Verlag ein mittlerweile sehr erfolgreiches Printprodukt mit einer ordentlichen und gleichzeitig leichtverdaulichen Portion Geschichte. «NZZ Geschichte» richtet sich an das breite Publikum, ist in einer anregenden Sprache geschrieben und mit attraktiven Fotos und Grafiken illustriert. Dargestellt werden nicht nur Ereignisse der Vergangenheit - auch aktuelle Themen werden in ihre historischen Zusammenhänge eingeordnet und erklärt. Sehr interessant finde ich zum Beispiel einen Beitrag in der aktuellen Ausgabe, der aufzeigt, dass Epidemien in der Schweizer Geschichte auch zu politischen Umwälzungen führen konnten. Die handlichen Hefte eignen sich auch gut für das Reisegepäck oder die Lektüre im Garten oder auf dem Balkon.

Karin Schleifer, Vizepräsidentin

«Geschichte für zu Hause»: Lesetipp 4

Lili Gruber: Der Verrat - Die Nachkriegsjahre meiner Südtiroler Heimat
Droemer 2019, ISBN: 978-3-426-27797-3

Ja, ich hab' am Südtirol «den Narren gefressen» - am Land, an seiner Geschichte (mit dem Hofer) und den Menschen dort. Warum mir mein Vater seinerzeit vom Reisen dorthin dringend abgeraten hat, erkannte ich erst viele Jahre später. Nach vielen Wochen Aufenthalt im deutschen Italien ist mir die «Feuernacht» längst ein geläufiger Begriff. Ob im Juni 1961 in der Umgebung Bozens 37 oder 42 Strommasten gesprengt wurden, ist einerlei. Wie die italienische Autorin Lili Gruber jedoch die Umstände und Hintergründe in ihrem Buch «Der Verrat» schildert, ist gleichsam packend und berührend. Wetten, dass Sie nach der Lektüre nach weiteren Titeln der Autorin suchen? Ich jedenfalls fahr' dafür baldmöglichst wieder ins Land!

Peter Steiner, Vorstandsmitglied

«Geschichte für zu Hause»: Lesetipp 5

Friedrich Dürrenmatt: Labyrinth. Stoffe I-III / Turmbau. Stoffe IV-IX
Diogenes, ISBN: 978-3-257-23068-0 / 978-3-257-23069-7

Sie glauben Friedrich Dürrenmatt und sein Werk zu kennen? Dann wagen Sie sich an seine «Stoffe». Warum? Dürrenmatt selbst formulierte es so: «Die Geschichte meiner Schriftstellerei ist die Geschichte meiner Stoffe. Die Stoffe sind die Resultate meines Denkens, die Spiegel, in denen, je nach ihrem Schliff, mein Denken und damit auch mein Leben reflektiert werden.»

Als Ergänzung zur Lektüre empfehle ich Ihnen einen Ausflug nach Neuenburg ins Centre Dürrenmatt. Hier lernen Sie das Bildwerk Dürrenmatts kennen – der Künstler hat sein Leben lang auch gezeichnet und gemalt.

Christoph Baumgartner, Vorstandsmitglied

«Geschichte für zu Hause»: Lesetipp 6

Paolo Rossi: Die Geburt der modernen Wissenschaft in Europa
C.H. Beck 1997, ISBN: 3-406-42812-6

Mathematik war schon als Kind so meine Sache nicht, und als Folge davon hatte ich dann später am Kollegi gerade mit der Physik auch so meine lieben Mühen. Ich war dann selber überrascht, wie tief mich die Geschichte der Naturwissenschaften in ihren Bann ziehen konnte. Vor allem hat es in mir tiefe Bewunderung ausgelöst. Was für neue Programme die Kunst auch verfolgt; wie ergreifend Literatur auch geschrieben ist; welche logischen Probleme die Philosophie auch löst – nichts ändert Denken, Glauben und Weltanschauung derart profund wie Entdeckungen darüber, wie Welt und Universum funktionieren. Rossi erzählt die Geschichten dazu mit grossem Sachverstand, aber ohne unsereiner fachlich zu überfordern. Und er zeigt auf, wie all die grossen Entdeckungen seit dem 17. Jahrhundert aufeinander einwirken (wie Kräfte), und miteinander, aufeinander reagieren (wie Atome und Moleküle), damit Prozesse und Reaktionen ausgelöst werden, die schliesslich zu einer Systematik führen, wie die Menschheit zu immer neuem Wissen gelangen kann – zu unserer modernen Wissenschaft.

Andreas Waser, Vorstandsmitglied

Das Jahresprogramm 2020 im Überblick

Podium Denkmalpflege
Montag, 09. März, 19:30 Uhr, Aula Kollegium, Stans
mit Edi Engelberger (Landrat), Toni Niederberger (Präsident HEV Nidwalden), Monika Twerenbold (Denkmalpflegerin des Kantons Schwyz) und Martin Killias (Präsident Schweizer Heimatschutz); Moderation: Erich Aschwanden (Journalist NZZ)

Nidwaldner Kaiser-Meisterschaft
Freitag, 13. März, 19:30 Uhr, Restaurant Eintracht, Wil/Oberdorf

organisiert von Robi Doggwiler und Fabienne Doggwiler (Spielleiter) sowie Josef Bernasconi
abgesagt, wegen Coronavirus!

Vortrag und Jahresversammlung
Montag, 08. Juni, 19.30 Uhr, Sust Stansstad

600 Jahre Stansstad: «Stansstader Geschichten» von Karin Schleifer und Andreas Waser; anschliessend Jahresversammlung des HVN
verschoben auf Mai 2021, wegen Coronavirus! 

«Nidwalden und Engelberg - eine turbulente Beziehung»
Montag, 22. Juni, 19.30 Uhr, Herrenhaus Grafenort
900 Jahre Kloster Engelberg: Vortrag von Christoph Baumgartner, Michael Blatter und Peter Steiner 
abgesagt, wegen Coronavirus!

«Engelberger Tagfahrt»
Samstag, 22. August 
900 Jahre Kloster Engelberg: Ausflug durch die Ländereien der Abtei in den Kantonen Aargau und Zürich mit einem Besuch des «Landesmuseum Zürich. Schweizerisches Nationalmuseum»
abgesagt, wegen Coronavirus!

40 Jahre Lehnenviadukt / Seelisbergtunnel
12. - 27. September, Ermitage Beckenried
Ausstellung mit Rahmenprogramm; in Zusammenarbeit mit der Ermitage Beckenried

«Geschichte aktuell»
abgesagt, wegen Coronavirus!

Harry Schraemly:
Wie ein Hergiswiler die Cocktail-Kultur nach Europa brachte
abgesagt, wegen Coronavirus!
 

Mitteilungsblatt

Mitteilungsblatt

Stans: Hotel Adler, 1. Hälfte 20. Jh. (Fotosammlung Emil Goetz, Staatsarchiv Nidwalden, OD 101/2:46)

Historischer Verein
Nidwalden
Postfach
6371 Stans
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