Der Stanser Architekt Arnold Stöckli und die Propstei St. Gerold

Samstag, 10. August, 8.00 - ca. 19.30 Uhr

An Allerheiligen 1961 reiste der Stanser Architekt Arnold Stöckli das erste Mal nach Sankt Gerold im Vorarlberg und traf dort Pater Nathanael Wirth. Der junge Mönch leitete und verwaltete die Propstei im Grossen Walsertal, die, samt ihren ausgedehnten Ländereien, seit 972 dem Kloster Einsiedeln gehört. Doch 16 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war St. Gerold in einem tristen Zustand. Nur gerade notdürftig hatte man nach 1945 die Gebäude saniert, die im Dritten Reich als Gefangenenlager und militärischer Stützpunkt gedient hatten. "Wie weiter mit St. Gerold?" Das war eine der Fragen, die man sich in Einsiedeln stellte und die Stöckli beantworten sollte. Der ersten Reise von Arnold Stöckli nach St. Gerold folgten in den nächsten 35 Jahren unzählige weitere, und die Renovation und Neugestaltung der Propstei beschäftigte ihn fast bis zu seinem Tod im Jahr 1997. Seine Arbeiten in St. Gerold zeichnen sich durch eine klare Formensprache und Haltung aus. Besonders deutlich zeigt sich diese auch bei der Renovation der Kirche, der verschiedenen Kapellen und des Friedhofs. Im Lauf der Jahre gestaltete Arnold Stöckli die Propstei zusammen mit Pater Nathanael, dem Eisenplastiker Hugo Imfeld aus Sarnen und Ferdinand Gehr, dem wichtigsten sakralen Maler der Schweiz im 20. Jahrhundert, zu einem international bekannten Begegnungs- und Kulturort um. Für Pater Nathanael war es ein Ort, "wo Himmel und Erde zusammenkommen". Seit 2009 ist Pater Kolumban Reichlin Propst von St. Gerold. Sein Leitspruch lautet "leben lieben lernen". Mit neuem, frischem Elan führt und entwickelt er weiter, was Pater Nathanael mit Stöckli, Imfeld und Gehr begonnen hatte.

Auf der Reise des HVN erklärt der Nidwaldner Denkmalpfleger Gerold Kunz die Hintergründe der Renovationen von Arnold Stöckli. Der Propst, Pater Kolumban, führt Sie in die 1000-jährige Geschichte der Propstei ein und zeigt Ihnen bei einer Führung, die mit einem Apéro im Klosterkeller endet, wie er an diesem Ort zusammen mit neuen Architekten mit Sorgfalt und Können weiterbaut. Selbstverständlich werden Sie auch genügend Zeit haben, um am Mittag die ausgezeichnete Klosterküche im erst kürzlich neu gebauten Restaurant zu geniessen, den Klosterladen zu besuchen, den wunderschönen Klostergarten zu bestaunen, die Propstei mit ihren vielen Ecken und Winkeln zu entdecken und zu spazieren.

Informationen zur Propstei St. Gerold: www.propstei-stgerold.at

Herbstwanderung: Emanuel Stickelberger und das Hechhuis

Samstag, 21. September, 14 Uhr
Treffpunkt: 14 Uhr, Bahnhof Wolfenschiessen

"Mein fast grosser Grossvater" ist der Titel des jüngsten Buches von Jacob Stickelberger. Darin hält der Berner Troubadour und Rechtanwalt die Erinnerungen an seinen Grossvater, Emanuel Stickelberger, fest. Dieser war zu seiner Zeit ein erfolgreicher Schriftsteller - und der Besitzer des Hechhuis in Wolfenschiessen. Auf einem gemütlichen Spaziergang von Wolfenschiessen bis nach Grafenort, vorbei am Hechhuis, erzählt Jacob Stickelberger bei der Einkehr auf dem Hof Münchmatt von seinen Erlebnissen im Hechhuis und liest aus den Erinnerungen an seinen Grossvater vor.
Heimreise: 17.17 Uhr ab Haltestelle Grafenort (Richtung Luzern).

Die Scharfrichterfamilie Volmar-Steinfels

Montag, 4. November, 19.30 Uhr
Aula Kollegium St. Fidelis, Stans

Scharfrichter waren bis ins 19. Jahrhundert gesellschaftlich geächtete Leute. Sie mussten foltern und die Todesstrafe vollstrecken. Zu den bekannten Schweizer Henkerdynastien gehörte die Familie Volmar, die ab dem 18. Jahrhundert auch in Nidwalden das Scharfrichteramt ausübte. Ein Nachfahre dieser Familie, Marc Steinfels, hat die Geschichte seiner Vorfahren erforscht. Dies nachdem er auf eine verschlossene Truhe mit Familiendokumenten gestossen war. Zusammen mit dem Historiker Helmut Meyer berichtet er über seine Familienforschung, das Handwerk der Henker und deren Weg aus der gesellschaftlichen Ächtung.

Walter Käslin und Urs Zumbühl: Weggefährten erzählen

Sonntag, 1. Dezember, 16 Uhr
Ermitage Beckenried

Am 8. Dezember 2019 wäre Walter Käslin 100 Jahre alt geworden und 40 Jahre sind es her, seit Urs Zumbühl die erste Langspielplatte mit Liedern veröffentlichte. Gemeinsam waren der Poet Walter Käslin und der Troubadour Urs Zumbühl unübertroffen. Während eines ganzen Jahres gedenkt Beckenried seiner beiden Künstler.

Der Anlass wird durchgeführt vom Historischen Verein Nidwalden und dem Kulturverein Ermitage. Kollekte.

Informationen zum Gedenkjahr Walter Käslin / Urs Zumbühl: www.gedenkjahr.ch

Das Jahresprogramm 2019 im Überblick

Geschichte aktuell 2019/1
Mittwoch, 30. Januar, 19:30 Uhr, Theatersaal Kollegium, Stans
Alexander Grass «Rücken an Rücken: Die Schweiz und Italien als Nachbarn»

Geschichte aktuell 2019/2
Mittwoch, 6. Februar, 19:30 Uhr, Theatersaal Kollegium, Stans
Joe Schelbert «"Neues" Österreich - das Ende der Konsens-Politik?»

Geschichte aktuell 2019/3
Mittwoch, 13. Februar, 19:30 Uhr, Theatersaal Kollegium, Stans
Peter Voegeli «Zeitenwende: Deutschland nach der Flüchtlingskrise, nach Merkel und 30 Jahre nach dem Mauerfall»

40. Nidwaldner Kaiser-Meisterschaft
Freitag, 8. März, 19:30 Uhr, Restaurant Alpina, Wolfenschiessen 

Vortrag und Jahresversammlung
Montag, 29. April, 19.30 Uhr, Aula Kollegium St. Fidelis, Stans
Jahresversammlung mit Vorträgen von Daniel Krämer und Erich Aschwanden

«Ein Gesamtkunstwerk - Die Kirche Ennetbürgen»
Donnerstag, 6. Juni, 19.30 Uhr, Kirche St. Anton, Ennetbürgen

Burgenfahrt St. Gerold
Samstag, 10. August, Ausflug in die Propstei St. Gerold im Vorarlberg
Mittagessen und Führung durch die vom Stanser Architekten Arnold Stöckli zum Bildungs- und Kulturzentrum umgebaute Propstei St. Gerold.
In Zusammenarbeit mit Gerold Kunz, Denkmalpfleger Nidwalden

Herbstwanderung: Emanuel Stickelberger und das Hechhuis in Wolfenschiessen
Samstag, 21. September - Nachmittag
Jacob Stickelberger erzählt über seinen Grossvater, den Schriftsteller Emanuel Stickelberger, Besitzer des Hechhuis in Wolfenschiessen

Vortrag
Montag, 4. November, 19.30 Uhr, Aula Kollegi Stans
Marc Steinfels und Helmut Meyer: Die Zürcher Scharfrichterfamilie Volmar-Steinfels. (Die Familie Volmar wirkte im 18. und 19. Jahrhundert auch in Nidwalden.)

Walter Käslin und Urs Zumbühl: Weggefährten erzählen
Sonntag, 1. Dezember, 16 Uhr, Ermitage Beckenried

 

Mitteilungsblatt

Mitteilungsblatt

Stans: Hotel Adler, 1. Hälfte 20. Jh. (Fotosammlung Emil Goetz, Staatsarchiv Nidwalden, OD 101/2:46)

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