Der Stanser Architekt Arnold Stöckli und die Propstei St. Gerold

An Allerheiligen 1961 reiste der Stanser Architekt Arnold Stöckli das erste Mal nach Sankt Gerold im Vorarlberg und traf dort Pater Nathanael Wirth. Der junge Mönch leitete und verwaltete die Propstei im Grossen Walsertal, die, samt ihren ausgedehnten Ländereien, seit 972 dem Kloster Einsiedeln gehört. Doch 16 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war St. Gerold in einem tristen Zustand. Nur gerade notdürftig hatte man nach 1945 die Gebäude saniert, die im Dritten Reich als Gefangenenlager und militärischer Stützpunkt gedient hatten. "Wie weiter mit St. Gerold?" Das war eine der Fragen, die man sich in Einsiedeln stellte und die Stöckli beantworten sollte. Der ersten Reise von Arnold Stöckli nach St. Gerold folgten in den nächsten 35 Jahren unzählige weitere, und die Renovation und Neugestaltung der Propstei beschäftigte ihn fast bis zu seinem Tod im Jahr 1997. Seine Arbeiten in St. Gerold zeichnen sich durch eine klare Formensprache und Haltung aus. Besonders deutlich zeigt sich diese auch bei der Renovation der Kirche, der verschiedenen Kapellen und des Friedhofs. Im Lauf der Jahre gestaltete Arnold Stöckli die Propstei zusammen mit Pater Nathanael, dem Eisenplastiker Hugo Imfeld aus Sarnen und Ferdinand Gehr, dem wichtigsten sakralen Maler der Schweiz im 20. Jahrhundert, zu einem international bekannten Begegnungs- und Kulturort um. Für Pater Nathanael war es ein Ort, "wo Himmel und Erde zusammenkommen". Seit 2009 ist Pater Kolumban Reichlin Propst von St. Gerold. Sein Leitspruch lautet "leben lieben lernen". Mit neuem, frischem Elan führt und entwickelt er weiter, was Pater Nathanael mit Stöckli, Imfeld und Gehr begonnen hatte.

Auf der Reise des HVN von Samstag, 10. August, erklärte der Nidwaldner Denkmalpfleger Gerold Kunz die Hintergründe der Renovationen von Arnold Stöckli. Der Propst, Pater Kolumban, führte uns in die 1000-jährige Geschichte der Propstei ein und zeigte uns bei einer Führung, die mit einem Apéro im Klosterkeller endete, wie er an diesem Ort zusammen mit neuen Architekten mit Sorgfalt und Können weiterbaut. Selbstverständlich hatten wir auch genügend Zeit, um am Mittag die ausgezeichnete Klosterküche im erst kürzlich neu gebauten Restaurant zu testen, den Klosterladen zu besuchen, den wunderschönen Klostergarten zu bestaunen, die Propstei mit ihren vielen Ecken und Winkeln zu entdecken und zu spazieren.

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Informationen zur Propstei St. Gerold: www.propstei-stgerold.at

Die Kirche Ennetbürgen

Donnerstag, 6. Juni, 19.30 Uhr
Kirche St. Anton, Ennetbürgen

Bau und Innenausstattung der Pfarrkirche St. Anton sind ein Werk des Architekten Wilhelm Hanauer (1854-1930). Der Kunsthistoriker Heinz Horat zeigte die Bedeutung und die Besonderheiten dieses im neugotischen Stil geschaffenen Gesamtkunstwerks auf. Der Nidwaldner Denkmalpfleger Gerold Kunz wies anschliessend in einem Überblick auf weitere wichtige Werke Hanauers in Nidwalden (u.a. Hotel Schöneck Emmetten, Ermitage Beckenried) hin.

Die sehr gut besuchte Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Denkmalpflege Nidwalden und der Kulturkommission Ennetbürgen organisiert.

Vortrag und Jahresversammlung

Am Montag, 29. April, um 19.30 Uhr, fand in der Aula des Kollegiums St. Fidelis in Stans die 155. Jahresversammlung des Historischen Vereins statt.

Vor dem geschäftlichen Teil hielten Dr. Daniel Krämer und Dr. Erich Aschwanden vor rund 80 Anwesenden zwei Kurzvorträge zu ihren Themen aus dem neuen Buch BGN 48: "Der schwierige Alltag während des Ersten Weltkriegs in Nidwalden" (D. Krämer) und "Nidwaldens überraschendes Ja zum Völkerbund (E. Aschwanden). Die beiden ausgezeichneten Vorträge stiessen bei der Jahresversammlung auf grosses Interesse.

Die Vereinsgeschäfte wurden ordnungsgemäss und speditiv abgewickelt und der Jahresbericht der Präsidentin ist unter www.hvn.ch publiziert. Das Vereinsmitglied Xaver Theiler regte die Erhöhung des Jahresbeitrags von 6 auf 20 Franken an. Der Vorstand wird die Idee diskutieren und an der nächsten Jahresversammlung Bericht erstatten. Für dieses Jahr bleibt der Jahresbeitrag weiterhin bei 6 Franken.

40. Nidwaldner Kaisermeisterschaft

Der Einladung des Historischen Vereins Nidwalden zur 40. Nidwaldner Kaisermeisterschaft, am 8. März 2019, folgten 56 Spielerinnen und Spieler. In der Alpina in Wolfenschiessen kämpften Nachwuchs-Kaiserer, Gelegenheitsspieler und Routiniers um jeden Punkt. Am Schluss siegte Flury Sepp vor Von Rotz Hanspeter und Stebler Franz - Gratulation!

Für die perfekte Spielorganisation war einmal mehr Robert Doggwiler verantwortlich. Er wurde tatkräftig von Sepp Bernasconi unterstützt. Fabienne Doggwiler, Roberts Tochter, war dieses Jahr nicht dabei - sie hat just an diesem Freitagmorgen einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Herzlichen Dank dem OK für das grosse Engagement und alle guten Wünsche an Fabienne und ihren Kaiserer-Nachwuchs!

    

Geschichte aktuell 2019/3

Mittwoch, 13. Februar, 19.30 Uhr
Theatersaal Kollegium St. Fidelis, Stans

Peter Voegeli: «Zeitenwende: Deutschland nach der Flüchtlingskrise, nach Merkel und 30 Jahre nach dem Mauerfall»

SRF-Deutschlandkorrespondent Peter Voegeli hatte seinen ersten Arbeitstag 2015 in Berlin, als Bundeskanzlerin Merkel ihre berühmte «Wir-schaffen-das-Pressekonferenz» hielt. Was sind seine Eindrücke seit Beginn der Flüchtlingskrise? Warum gibt es 30 Jahre nach dem Mauerfall so hohe Mauern zwischen Ost und West wie schon lange nicht mehr? Was verbindet den Mauerfall 1989 und die Flüchtlingskrise 2015? Und: Wie geht es weiter in Deutschland? Eindrücke aus erster Hand.

Der Vortrag ist öffentlich! Eintritt: 10 Franken, Schüler und Studenten (mit Legi) gratis.

Eine Veranstaltung des Historischen Vereins Nidwalden in Zusammenarbeit mit dem Kollegium St. Fidelis, Stans.

Geschichte aktuell 2019/2

Mittwoch, 6. Februar, 19.30 Uhr
Theatersaal Kollegium St. Fidelis, Stans

Joe Schelbert: «"Neues" Österreich - Das Ende der Konsens-Republik?»
 

Vor gut einem Jahr einigten sich Sebastian Kurz, der neue Obmann der österreichischen Konservativen, und Heinz-Christian Strache, der Führer der rechtspopulistischen Freiheitlichen auf eine gemeinsame Regierung und versprachen ein «Neues Österreich». Die «Konkordanz-Republik», die über Jahrzehnte von Sozialdemokraten und Konservativen aufgebaut und - wenn auch immer weniger - gelebt wurde, sei am Ende. Eher unüblich für Österreich und daher zum Erstaunen vieler hielt diese rechtsbürgerliche Koalition ihr Wahlversprechen bisher ein und begann das Land umzubauen. Staatsverwaltung und Staatsbetriebe werden «gesäubert», die Sozialpartnerschaft in Frage gestellt, die Brüsseler Flüchtlingspolitik scharf kritisiert und der traditionelle Sozialstaat abgebaut. Opposition und kritische Kulturschaffende reagieren mit der üblichen österreichischen Polemik, sprechen von einem schleichenden Staatsstreich, fürchten um die Zukunft des Landes und sehen gar die totalitären alten Zeiten wieder aufsteigen. Joe Schelbert, langjähriger Korrespondent von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, spricht über die aktuelle Lage in unserem Nachbarland. 

Eine Veranstaltung des Historischen Vereins Nidwalden in Zusammenarbeit mit dem Kollegium St. Fidelis, Stans.

Geschichte aktuell 2019/1

Mittwoch, 30. Januar, 19.30 Uhr
Theatersaal Kollegium St. Fidelis, Stans

Alexander Grass: «Rücken an Rücken - Die Schweiz und Italien als Nachbarn»
 
Rom macht Schlagzeilen: Vizepremier Matteo Salvini soll angeklagt werden, weil er einem Flüchtlingsschiff Hilfe verweigert hat. Und die Finanzkrise könnte bald wieder zu einem europäischen Top-Thema werden.
Italien ist der drittgrösste Handelspartner der Schweiz. Die Schweiz und Italien haben aber auch eine gemeinsame Landessprache und Kultur. So steht im Referat von Alexander Grass nicht nur italienische Innenpolitik im Fokus, sondern auch die alte gemeinsame Geschichte, die Italien mit der Schweiz verbindet.
 

Eine Veranstaltung des Historischen Vereins Nidwalden in Zusammenarbeit mit dem Kollegium St. Fidelis, Stans.

Geschichte aktuell 2019

Mittwoch, 30. Januar / 6. Februar / 13. Februar 2019, 19.30 Uhr
Theatersaal Kollegium St. Fidelis, Stans

Dieses Jahr bietet «Geschichte aktuell» Informationen zur turbulenten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage in Italien, Österreich und Deutschland.

Alle Vorträge sind öffentlich!

Eine Veranstaltung des Historischen Vereins Nidwalden in Zusammenarbeit mit dem Kollegium St. Fidelis, Stans.

Rückblick: Buchvernissage BGN 48 «Nidwalden im Ersten Weltkrieg»

Am 11. November war es so weit. Die grosse repräsentative Eingangshalle im Zeughaus in Wil/Oberdorf war bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz besetzt und wir stellten «Nidwalden im Ersten Weltkrieg» der Öffentlichkeit vor. Mit Erfolg! Das Buch steht nicht nur in den Büchergestellen, es wird gelesen und es wird darüber gesprochen. Und immer wieder lobend erwähnt werden neben den Beiträgen auch die Gestaltung von Jonas Riedle sowie das neue/ alte Format.

Der Zuger Staatsarchivar Ignaz Civelli, der in den letzten Jahren mehrere Artikel über den Kanton Zug im Ersten Weltkrieg im «Tugium» publiziert hat, schrieb uns: «Mit der Publikation "Nidwalden im Ersten Weltkrieg" hat der Historische Verein eine hervorragende Publikation geschaffen, die inhaltlich und layoutmässig sehr überzeugt. Die vielfältigen Beiträge sind durchs Band sorgfältig verfasst und decken die bittere Zeit des Ersten Weltkrieges in Nidwalden repräsentativ ab. Die Bebilderung des Bandes ist hochkarätig und man sieht, dass ein gesamtheitliches Bildkonzept dahintersteckt. Das Buch ist auch in seiner Machart und Präsentation auf Augenhöhe mit Produktionen von renommierten nationalen und internationalen Verlagen: Satz, Schrift, Illustrationen, Papier sind einfach stimmig und ergeben ein gesamtheitliches Ganzes. Dem Team, das dieses hervorragende Buch geschaffen hat, gebührt ein grosses Kompliment.»

Die Redaktionskommission und der ganze Vorstand freuen sich sehr über dieses Feedback aus berufenem Mund, und wir hoffen, dass Sie als Mitglied unseres Vereins sich ebenso sehr darüber freuen.

Rückblick: Die Pandemie 1918 und die Pandemie-Vorsorge heute

Rund 90 Menschen starben zwischen Sommer 1918 und Frühling 1919 in Nidwalden an der «Spanischen Grippe». In der Schweiz zählte man rund 24'500 Tote, weltweit waren es über 50 Millionen Menschen, die an diesem verheerendsten weltweiten Ausbruch einer Grippe starben. Wie bekämpfte man die Pandemie vor 100 Jahren und wie bereiten sich die Behörden heute auf ein solches Ereignis vor? Am Samstag, 20. Oktober 2018, referierte Andreas Tscherrig zum Thema «Die Spanische Grippe 1918» und Volker Zaugg erläuterte den aktuellen Influenza-Pandemieplan für den Kanton Nidwalden». Im Anschluss an die spanndenden Referate besichtigten die interessierten Teilnehmer das Pandemielager, das unterirdische Notspital und eine Suite im Kantonsspital Nidwalden. 

Die Veranstaltung fand im Kantonsspital Nidwalden als Koproduktion des HVN und des Kantonsspitals statt.

Rückblick: Ein Nachmittag vor 100 Jahren auf der Honegg

Am Samstag, 15. September 2018, erzählten Karin Schleifer und Andreas Waser im bis auf den letzten Platz besetzten Salon der Villa Honegg über die Krise der Hotellerie zu Beginn des Ersten Weltkriegs, als alle Gäste in Panik abreisten, und warum dort später deutsche Kriegsgefangene einquartiert wurden.

Rückblick: Vortrag und Jahresversammlung Historischer Verein Zentralschweiz (HVZ)

Fast bis auf den letzten Platz besetzt war die Aula des Kollegiums am 1. September um 10 Uhr. Und alle waren gespannt darauf zu erfahren, warum der Grossvater unseres Vorstandsmitglieds Peter Steiner im Ersten Weltkrieg zwei Monate Gefängnis kassiert hatte. Der Enkel hat die Affäre akribisch recherchiert und spannend vorgetragen.

Im Anschluss an den öffentlichen Vortrag von Peter Steiner «"Zwei Monate Gefängnis für ein paar kecke Worte" - Die militärgerichtliche Verurteilung des Zivilisten Gottlieb Scheuber» fand die Jahresversammlung der Mitglieder des Historischen Vereins Zentralschweiz (HVZ) statt.

Rückblick: Ein Abendspaziergang auf dem Stanser Friedhof

Am Montag, 4. Juni 2018, führte Regula Odermatt-Bürgi mehr als 50 Personen durch Stans. Unter dem Titel «Erinnerungen in Stein und Farbe» zeigte und erklärte sie uns das Soldatendenkmal für die im Ersten Weltkrieg verstorbenen Nidwaldner Wehrmänner. Daneben liessen sich aber auch weitere zu Stein gewordene Erinnerungsmale an den Krieg vor 100 Jahren und darüber hinaus entdecken. 

Vieles war den meisten Zuhörenden gar unbekannt - oder kennen Sie die drei Gräber deutscher Internierten aus dem Ersten Weltkrieg oder den Grabstein eines polnischen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg? Auf dem Nachhauseweg hörte man da und dort begeisterte "noch nie gehört" - "nicht gewusst, ist ja unglaublich". Es war ein sehr gelungener Anlass!

Rückblick: Öffentlicher Vortrag und Jahresversammlung

Am Montag, 7. Mai 2018, fand die Jahresversammlung der Mitglieder des HVN im Pfarreiheim in Stans statt. Davor hielt Dr. Roman Rossfeld, Historiker an der Universität Bern, einen äusserst interessanten Vortrag zur Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im Ersten Weltkrieg. Dieser trug den Titel: «Rechte hat nur, wer Kraft hat.»

Der «Grosse Krieg» von 1914-1918 war nicht nur ein mit aller Härte geführter Stellungskrieg, der Millionen von Soldaten das Leben kostete, sondern auch ein immer brutaler geführter Wirtschaftskrieg. Roman Rossfeld zeigte auf, wie sich die Schweiz mit den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, den abnehmenden Importen und dem zunehmenden Verlust der Wirtschaftsfreiheit arrangierte. Neben der wachsenden Teuerung und den Hungerdemonstrationen thematisierte er auch die zum Teil hohen Kriegsgewinne und die umfangreichen Kriegsmateriallieferungen der schweizerischen Uhren-, Metall- und Maschinenindustrie. Die sozialen und politischen Spannungen entluden sich schliesslich 1918 im «Landesstreik», einer der grössten innenpolitischen Krisen des 20. Jahrhunderts.

Rückblick: 39. Nidwaldner Kaisermeisterschaft

Der Einladung des Historischen Vereins Nidwalden zur 39. Nidwaldner Kaisermeisterschaft, am 9. März 2018, folgten 52 Spielerinnen und Spieler. Nach einem Jahr Unterbruch trafen sich die Kaiserer wieder in ihrem Stammlokal, der Alpina in Wolfenschiessen. 

Eisern wurde um Punkte gekämpft, am Schluss konnten 8 Kaiserer insgesamt je drei Siege erzielen. Sepp Matter aus Altzellen (Mitte) siegte mit 119 Differenzpunkten vor Ursi Töngi aus Grafenort (links) und vor dem Dallenwiler Urs Niederberger (rechts).

Für die perfekte Spielorganisation, von den ersten Vorbereitungen bis zur Auswertung und abschliessenden Rangverkündigung war einmal mehr Robert Doggwiler verantwortlich. Er wurde tatkräftig von Fabienne Doggwiler und Sepp Bernasconi unterstützt. Besten Dank für das grosse Engagement!

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Rückblick: Geschichte aktuell 2018

Gross war das Publikumsinteresse an der im Herbst 2016 erstmals und in Zusammenarbeit mit dem Kollegium St. Fidelis durchgeführten Veranstaltungsreihe «Geschichte aktuell». Wir haben versprochen, diese Reihe weiterzuführen. Sie wurde auch 2018 ein grosser Erfolg! In spannenden und zuweilen überraschenden Vorträgen haben drei hochkarätige Referenten aktuelle politische Themen auf ihre persönliche Art und Weise ausgeleuchtet und für uns eingeordnet:

Am Mittwoch, 17. Januar, referierte Beat Soltermann vor über 140 Personen äusserst kompetent und vielschichtig zum Thema Präsident Donald Trump - warum er gewählt wurde und wie er die USA und die Welt verändert. Beat Soltermann leitet und moderiert die Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF. Der promovierte Jurist studierte in den USA und in der Schweiz. Ab 2005 war er Wirtschaftsredaktor bei Schweizer Radio SRF und hat über die Finanzkrise und den Bankenstreit mit den Vereinigten Staaten und als Sonderkorrespondent über die Wahl Barack Obamas 2008 berichtet. Von 2011 bis 2017 war er USA- Korrespondent in Washington.

Die Woche darauf, am Mittwoch, 24. Januar, beleuchtete Daniel Binswanger die aktuellen Ereignisse in unserem Nachbarland Frankreich unter dem Titel Revolte der Mitte gegen den Rechtspopulismus? Was bedeutet die Präsidentschaft Emmanuel Macrons für Frankreich und für Europa? Auch Binswangers profunden Ausführungen, die stark auf den wirtschaftlichen Verknüpfungen und Entwicklungen aufbauten, folgten über 140 Zuhörerinnen und Zuhörer. Daniel Binswanger lebte zwanzig Jahre in Paris und war Paris-Korrespondent für die Weltwoche und  das Magazin. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaften in Berlin, London und Paris. Bis Ende November 2017 schrieb er einen wöchentlichen politischen Kommentar für das Magazin. Seit Januar 2018 ist er Redakteur bei der neuen online-Zeitung «Die Republik», wo er seine Kommentare fortsetzt.

Am Mittwoch, 31. Januar, legte schliesslich Florian Inhauser seine Einschätzung der Entwicklungen in Grossbritannien unter dem Titel Brexit - der 23. Juni 2016 und seine (un)absehbaren Folgen dar, wiederum vor gut gefüllten Rängen - diesmal waren es gar über 150 Zuhörerinnen und Zuhörer. Florian Inhauser moderiert seit 2007 die «Tagesschau» von Schweizer Radio und Fernsehen SRF und seit 2015 das Auslandsmagazin «#SRFglobal». Zwischen 2003 und 2007 war er der Grossbritannien-Korrespondent von SRF in London. Seit 2002 ist Inhauser immer wieder als internationaler Sonderkorrespondent für SRF unterwegs. Als solcher war er am 23. Juni 2016 vor Ort, als sich die Mehrheit der abstimmenden Briten für den Ausstieg aus der EU entschied.

Rückblick: «Die Jahrgänger - Robert Durrer und Franz Odermatt»: Ein Palaver von Brigitt Flüeler und Peter Steiner

An Maria Empfängnis, dem 8. Dezember 2017, begaben sich Brigitt Flüeler und Peter Steiner auf Spurensuche von zwei aussergewöhnlichen Persönlichkeiten:

Geboren im gleichen Frühjahr vor 150 Jahren, hinterliessen Robert Durrer (1867-1934) und Franz Odermatt (1867-1952) vielfältige Spuren in Politik, Wissenschaft und Kultur. Der eine war Staatsarchivar und Historiker mit akademischer Bildung, der andere Landschreiber und Literat mit der Natur als Lehrmeister. Beide wichen von dem ab, was landeskonform gewesen wäre, provozierten und polemisierten, produzierten aber auch ein vielfältiges Schriftwerk. Während dem einen in Stans Gedenktafeln und gar ein Strassenzug gewidmet worden sind, fiel der andere fast gänzlich in Vergessenheit.

Brigitt Flüeler und Peter Steiner fesselten mit ihrem interessanten und abwechslungsreichen Palaver die zahlreich anwesenden Gäste. Der Festsaal im Dachstock der Rosenburg war bis auf den letzten Platz besezt.

Die Versanstaltung fand statt in Kooperation mit dem lit.z Literaturhaus Zentralschweiz.

Rückblick: Herbstversammlung

Am Montag, 20. November referierte Daniel Krämer anlässlich unserer Herbstversammlung vor voller Aula äusserst interessant und gehaltvoll zum Thema «Die letzten Hinrichtungen und die Abschaffung der Todesstrafe in Nidwalden».

Franz Joseph Käslin, Melchior Joller und Karl von Deschwanden weisen auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten auf. Während Franz Joseph Käslin ein kleiner Dieb war, der zu Beginn des
19. Jahrhunderts öfters Lebensmittel stahl, gehörten die beiden liberalen Fürsprecher um 1850 zu den brillantesten Köpfen Nidwaldens. Und doch sind sie über die Geschichte der Todesstrafe untrennbar miteinander verbunden. Käslin ging am 29. April 1817 als letzter Hingerichteter in die Annalen des Kantons ein, Joller und Deschwanden trugen mit ihren Plädoyers im Fall Bali im Jahr 1856 massgeblich zur Humanisierung des Strafrechts und zur Abschaffung der Todesstrafe bei.

Der Vortrag ging den Spuren der letzten Hingerichteten nach und suchte nach Indizien, weshalb Nidwalden derjenige Kanton in der Schweiz ist, in dem die letzte Hinrichtung am längsten zurückliegt.

Rückblick: «Herbstwanderung»

Am Samstag, 16. September 2017, lud der Historische Verein Nidwalden (HVN) in die Kirche Wolfenschiessen: Dieses Jahr wurde nicht gewandert, aber dafür gab es viel zu sehen und zu hören. Im Zentrum stand Bruder Konrad Scheuber. Der Enkel von Bruder Klaus, 1481 in Altzellen geboren und 1559 in seiner Klause auf der Bettelrüti gestorben, lebte wie sein Grossvater als Eremit und war ein weitherum gesuchter Ratgeber und Mahner.

In der Sakristei zeigten Sigrist Klaus Zumbühl und der in Zürich lebende Wolfenschiesser, der Künstler Jos Näpflin, Gegenstände aus dem persönlichen Besitz von Bruder Konrad Scheuber. Brigitt Flüeler führte durch Bruder Scheubers Klause und erklärte die ausgestellten Votivtafeln. Und um 15 Uhr präsentierte Christoph Baumgartner in einem Kurz-Vortrag alles Wesentliche zu Leben und Wirken des beinahe vergessenen Nidwaldner Landespatrons.

Insgesamt erfreuten sich über 50 Besucherinnen und Besucher an unserem Gedenkanlass!

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Rückblick: Öffentlicher Vortrag und Jahresversammlung

Das Frühwerk des Künstlers Hans von Matt, sein Leben und seine Freunde, die in Stans vor 100 Jahren von Dada und Avantgarde inspirierte Feste feierten, waren Thema des Vortrags von Regula Odermatt-Bürgi an der Jahresversammlung vom 29. Mai. In intensiver, akribischer und engagierter Forschungsarbeit hat sie sich mit dieser Epoche im Schaffen von Hans von Matt auseinandergesetzt. Das zahlreich anwesende Publikum dankte ihr für den interessanten, reich bebilderten Vortrag «Ein Sprutz Dada? Ein Hauch Avantgarde? Hans von Matt: seine Feste, seine Freunde in den wilden Zwanzigerjahren» mit grossem und lange anhaltendem Applaus. Und man war sich einig: Gerne würde man alles, was Regula Odermatt-Bürgi herausgefunden hat, nachlesen können!

Rückblick: Veronika Gut - Theaterbesuch auf dem Ballenberg

Ob Veronika Gut, die Vaterländerin und Gegnerin der Französischen Revolution, es wohl passend gefunden hätte, dass ein Car voll HVN-Mitglieder ausgerechnet am 14. Juli, dem Nationalfeiertag der Franzosen, auf den Ballenberg gefahren ist, um sich das Stück anzusehen, das ihren Namen trägt?

Auf der Hinfahrt hat Vorstandsmitglied Agi Flury den Exkursionsteilnehmerinnen und -Teilnehmern die historische Veronika in Erinnerung gerufen, und auf dem Ballenberg erzählte Andreas Berger, der Autor, von der Arbeit am Theaterstück. Herzlichen Dank den beiden sowie auch den Organisatoren der Fahrt, Markus Portmann, Josef Bernasconi und Peter Steiner.

Rückblick: Die Hungerkrise von 1817

Die letzte grosse Hungerkrise schüttelte die Schweiz in den Jahren 1816/17. Um auf diese Zeit vor 200 Jahren zurückzublicken, organisierten der Historische Verein Nidwalden gemeinsam mit dem «Kulinarischen Erbe der Alpen» einen Erinnerungstag. Am Samstag, 11. Februar 2017, erfuhren rund 150 Interessierte auf einer Dorfführung durch Stans Wissenswertes und Kurioses rund um die Ernährung in jener Zeit. Danach genossen sie für 1.25 Franken eine Hungersuppe nach altem Rezept im Kapuziner Kloster. Und am Abend wurden rund 60 Personen mit einem Hungergelage aus der Küche der beiden Avantgardeköchinnen Rebecca Clopath und Elif Oskan verwöhnt.

Rückblick: Geschichte aktuell 2016

Unter dem Titel «Geschichte aktuell» organisierten Fabian Hodel und Brigitt Flüeler drei Begegnungen mit drei Journalisten von Radio und Fernsehen SRF, die Geschichte live miterlebt haben.

Am ersten Abend gab Peter Gysling, langjähriger Korrespondent für die Länder der ehemaligen Sowjetunion, Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Probleme in Russland, in den Republiken im Kaukasus und in Zentralasien. Der zweite Abend gehörte Casper Selg, dem mehrfach ausgezeichneten Polit-Journalisten, Redaktionsleiter und Moderator des «Echo der Zeit» und auch Korrespondent in den USA und in Deutschland. Schwerpunkt seiner Ausführungen war der Wandel in der Medienwelt. Am dritten Abend sprach Werner van Gent über die Flüchtlingskrise und den Krieg in Syrien, deren Ursachen er in weit zurückliegenden historischen Fehlentscheiden ortete.

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Rückblick: Isabelle Kaiser - Hohepriesterin der Dichtkunst

Auf Einladung des HVN kehrte am 1. Oktober 2016 die einst international erfolgreiche Schriftstellerin und Dichterin Isabelle Kaiser in ihre Ermitage in Beckenried zurück. Isabelle, dargestellt von Maja Schelldorf und von Brigitt Flüeler über ihr Leben und Werk befragt, bezauberte das zahlreich anwesende Publikum.

Bei diesem Anlass präsentierte Raphael von Matt aus Stans seine Maturaarbiet den Comic «Der Chniriseppli» nach der Geschichte «Holi! ho! dia! hou!» von Isabelle Kaiser.

 

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