Rückblick: Ein Nachmittag vor 100 Jahren auf der Honegg

Am Samstag, 15. September 2018, erzählten Karin Schleifer und Andreas Waser im bis auf den letzten Platz besetzten Salon der Villa Honegg über die Krise der Hotellerie zu Beginn des Ersten Weltkriegs, als alle Gäste in Panik abreisten, und warum dort später deutsche Kriegsgefangene einquartiert wurden.

Rückblick: Vortrag und Jahresversammlung Historischer Verein Zentralschweiz (HVZ)

Fast bis auf den letzten Platz besetzt war die Aula des Kollegiums am 1. September um 10 Uhr. Und alle waren gespannt darauf zu erfahren, warum der Grossvater unseres Vorstandsmitglieds Peter Steiner im Ersten Weltkrieg zwei Monate Gefängnis kassiert hatte. Der Enkel hat die Affäre akribisch recherchiert und spannend vorgetragen.

Im Anschluss an den öffentlichen Vortrag von Peter Steiner «"Zwei Monate Gefängnis für ein paar kecke Worte" - Die militärgerichtliche Verurteilung des Zivilisten Gottlieb Scheuber» fand die Jahresversammlung der Mitglieder des Historischen Vereins Zentralschweiz (HVZ) statt.

Rückblick: Ein Abendspaziergang auf dem Stanser Friedhof

Am Montag, 4. Juni 2018, führte Regula Odermatt-Bürgi mehr als 50 Personen durch Stans. Unter dem Titel «Erinnerungen in Stein und Farbe» zeigte und erklärte sie uns das Soldatendenkmal für die im Ersten Weltkrieg verstorbenen Nidwaldner Wehrmänner. Daneben liessen sich aber auch weitere zu Stein gewordene Erinnerungsmale an den Krieg vor 100 Jahren und darüber hinaus entdecken. 

Vieles war den meisten Zuhörenden gar unbekannt - oder kennen Sie die drei Gräber deutscher Internierten aus dem Ersten Weltkrieg oder den Grabstein eines polnischen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg? Auf dem Nachhauseweg hörte man da und dort begeisterte "noch nie gehört" - "nicht gewusst, ist ja unglaublich". Es war ein sehr gelungener Anlass!

Rückblick: Öffentlicher Vortrag und Jahresversammlung

Am Montag, 7. Mai 2018, fand die Jahresversammlung der Mitglieder des HVN im Pfarreiheim in Stans statt. Davor hielt Dr. Roman Rossfeld, Historiker an der Universität Bern, einen äusserst interessanten Vortrag zur Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im Ersten Weltkrieg. Dieser trug den Titel: «Rechte hat nur, wer Kraft hat.»

Der «Grosse Krieg» von 1914-1918 war nicht nur ein mit aller Härte geführter Stellungskrieg, der Millionen von Soldaten das Leben kostete, sondern auch ein immer brutaler geführter Wirtschaftskrieg. Roman Rossfeld zeigte auf, wie sich die Schweiz mit den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, den abnehmenden Importen und dem zunehmenden Verlust der Wirtschaftsfreiheit arrangierte. Neben der wachsenden Teuerung und den Hungerdemonstrationen thematisierte er auch die zum Teil hohen Kriegsgewinne und die umfangreichen Kriegsmateriallieferungen der schweizerischen Uhren-, Metall- und Maschinenindustrie. Die sozialen und politischen Spannungen entluden sich schliesslich 1918 im «Landesstreik», einer der grössten innenpolitischen Krisen des 20. Jahrhunderts.

Rückblick: 39. Nidwaldner-Kaiser-Meisterschaft

Der Einladung des Historischen Vereins Nidwalden zur 39. Nidwaldner Kaisermeisterschaft, am 9. März 2018, folgten 52 Spielerinnen und Spieler. Nach einem Jahr Unterbruch trafen sich die Kaiserer wieder in ihrem Stammlokal, der Alpina in Wolfenschiessen. 

Eisern wurde um Punkte gekämpft, am Schluss konnten 8 Kaiserer insgesamt je drei Siege erzielen. Sepp Matter aus Altzellen (Mitte) siegte mit 119 Differenzpunkten vor Ursi Töngi aus Grafenort (links) und vor dem Dallenwiler Urs Niederberger (rechts).

Für die perfekte Spielorganisation, von den ersten Vorbereitungen bis zur Auswertung und abschliessenden Rangverkündigung war einmal mehr Robert Doggwiler verantwortlich. Er wurde tatkräftig von Fabienne Doggwiler und Sepp Bernasconi unterstützt. Besten Dank für das grosse Engagement!

Kaisern 1 Kaisern 2 Kaisern 4

Rückblick: Geschichte aktuell 2018

Gross war das Publikumsinteresse an der im Herbst 2016 erstmals und in Zusammenarbeit mit dem Kollegium St. Fidelis durchgeführten Veranstaltungsreihe «Geschichte aktuell». Wir haben versprochen, diese Reihe weiterzuführen. Sie wurde auch 2018 ein grosser Erfolg! In spannenden und zuweilen überraschenden Vorträgen haben drei hochkarätige Referenten aktuelle politische Themen auf ihre persönliche Art und Weise ausgeleuchtet und für uns eingeordnet:

Am Mittwoch, 17. Januar, referierte Beat Soltermann vor über 140 Personen äusserst kompetent und vielschichtig zum Thema Präsident Donald Trump - warum er gewählt wurde und wie er die USA und die Welt verändert. Beat Soltermann leitet und moderiert die Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF. Der promovierte Jurist studierte in den USA und in der Schweiz. Ab 2005 war er Wirtschaftsredaktor bei Schweizer Radio SRF und hat über die Finanzkrise und den Bankenstreit mit den Vereinigten Staaten und als Sonderkorrespondent über die Wahl Barack Obamas 2008 berichtet. Von 2011 bis 2017 war er USA- Korrespondent in Washington.

Die Woche darauf, am Mittwoch, 24. Januar, beleuchtete Daniel Binswanger die aktuellen Ereignisse in unserem Nachbarland Frankreich unter dem Titel Revolte der Mitte gegen den Rechtspopulismus? Was bedeutet die Präsidentschaft Emmanuel Macrons für Frankreich und für Europa? Auch Binswangers profunden Ausführungen, die stark auf den wirtschaftlichen Verknüpfungen und Entwicklungen aufbauten, folgten über 140 Zuhörerinnen und Zuhörer. Daniel Binswanger lebte zwanzig Jahre in Paris und war Paris-Korrespondent für die Weltwoche und  das Magazin. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaften in Berlin, London und Paris. Bis Ende November 2017 schrieb er einen wöchentlichen politischen Kommentar für das Magazin. Seit Januar 2018 ist er Redakteur bei der neuen online-Zeitung «Die Republik», wo er seine Kommentare fortsetzt.

Am Mittwoch, 31. Januar, legte schliesslich Florian Inhauser seine Einschätzung der Entwicklungen in Grossbritannien unter dem Titel Brexit - der 23. Juni 2016 und seine (un)absehbaren Folgen dar, wiederum vor gut gefüllten Rängen - diesmal waren es gar über 150 Zuhörerinnen und Zuhörer. Florian Inhauser moderiert seit 2007 die «Tagesschau» von Schweizer Radio und Fernsehen SRF und seit 2015 das Auslandsmagazin «#SRFglobal». Zwischen 2003 und 2007 war er der Grossbritannien-Korrespondent von SRF in London. Seit 2002 ist Inhauser immer wieder als internationaler Sonderkorrespondent für SRF unterwegs. Als solcher war er am 23. Juni 2016 vor Ort, als sich die Mehrheit der abstimmenden Briten für den Ausstieg aus der EU entschied.

Rückblick: «Die Jahrgänger - Robert Durrer und Franz Odermatt»: Ein Palaver von Brigitt Flüeler und Peter Steiner

An Maria Empfängnis, dem 8. Dezember 2017, begaben sich Brigitt Flüeler und Peter Steiner auf Spurensuche von zwei aussergewöhnlichen Persönlichkeiten:

Geboren im gleichen Frühjahr vor 150 Jahren, hinterliessen Robert Durrer (1867-1934) und Franz Odermatt (1867-1952) vielfältige Spuren in Politik, Wissenschaft und Kultur. Der eine war Staatsarchivar und Historiker mit akademischer Bildung, der andere Landschreiber und Literat mit der Natur als Lehrmeister. Beide wichen von dem ab, was landeskonform gewesen wäre, provozierten und polemisierten, produzierten aber auch ein vielfältiges Schriftwerk. Während dem einen in Stans Gedenktafeln und gar ein Strassenzug gewidmet worden sind, fiel der andere fast gänzlich in Vergessenheit.

Brigitt Flüeler und Peter Steiner fesselten mit ihrem interessanten und abwechslungsreichen Palaver die zahlreich anwesenden Gäste. Der Festsaal im Dachstock der Rosenburg war bis auf den letzten Platz besezt.

Die Versanstaltung fand statt in Kooperation mit dem lit.z Literaturhaus Zentralschweiz.

Rückblick: Herbstversammlung

Am Montag, 20. November referierte Daniel Krämer anlässlich unserer Herbstversammlung vor voller Aula äusserst interessant und gehaltvoll zum Thema «Die letzten Hinrichtungen und die Abschaffung der Todesstrafe in Nidwalden».

Franz Joseph Käslin, Melchior Joller und Karl von Deschwanden weisen auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten auf. Während Franz Joseph Käslin ein kleiner Dieb war, der zu Beginn des
19. Jahrhunderts öfters Lebensmittel stahl, gehörten die beiden liberalen Fürsprecher um 1850 zu den brillantesten Köpfen Nidwaldens. Und doch sind sie über die Geschichte der Todesstrafe untrennbar miteinander verbunden. Käslin ging am 29. April 1817 als letzter Hingerichteter in die Annalen des Kantons ein, Joller und Deschwanden trugen mit ihren Plädoyers im Fall Bali im Jahr 1856 massgeblich zur Humanisierung des Strafrechts und zur Abschaffung der Todesstrafe bei.

Der Vortrag ging den Spuren der letzten Hingerichteten nach und suchte nach Indizien, weshalb Nidwalden derjenige Kanton in der Schweiz ist, in dem die letzte Hinrichtung am längsten zurückliegt.

Rückblick: «Herbstwanderung»

Am Samstag, 16. September 2017, lud der Historische Verein Nidwalden (HVN) in die Kirche Wolfenschiessen: Dieses Jahr wurde nicht gewandert, aber dafür gab es viel zu sehen und zu hören. Im Zentrum stand Bruder Konrad Scheuber. Der Enkel von Bruder Klaus, 1481 in Altzellen geboren und 1559 in seiner Klause auf der Bettelrüti gestorben, lebte wie sein Grossvater als Eremit und war ein weitherum gesuchter Ratgeber und Mahner.

In der Sakristei zeigten Sigrist Klaus Zumbühl und der in Zürich lebende Wolfenschiesser, der Künstler Jos Näpflin, Gegenstände aus dem persönlichen Besitz von Bruder Konrad Scheuber. Brigitt Flüeler führte durch Bruder Scheubers Klause und erklärte die ausgestellten Votivtafeln. Und um 15 Uhr präsentierte Christoph Baumgartner in einem Kurz-Vortrag alles Wesentliche zu Leben und Wirken des beinahe vergessenen Nidwaldner Landespatrons.

Insgesamt erfreuten sich über 50 Besucherinnen und Besucher an unserem Gedenkanlass!

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Rückblick: Öffentlicher Vortrag und Jahresversammlung

Das Frühwerk des Künstlers Hans von Matt, sein Leben und seine Freunde, die in Stans vor 100 Jahren von Dada und Avantgarde inspirierte Feste feierten, waren Thema des Vortrags von Regula Odermatt-Bürgi an der Jahresversammlung vom 29. Mai. In intensiver, akribischer und engagierter Forschungsarbeit hat sie sich mit dieser Epoche im Schaffen von Hans von Matt auseinandergesetzt. Das zahlreich anwesende Publikum dankte ihr für den interessanten, reich bebilderten Vortrag «Ein Sprutz Dada? Ein Hauch Avantgarde? Hans von Matt: seine Feste, seine Freunde in den wilden Zwanzigerjahren» mit grossem und lange anhaltendem Applaus. Und man war sich einig: Gerne würde man alles, was Regula Odermatt-Bürgi herausgefunden hat, nachlesen können!

Rückblick: Veronika Gut - Theaterbesuch auf dem Ballenberg

Ob Veronika Gut, die Vaterländerin und Gegnerin der Französischen Revolution, es wohl passend gefunden hätte, dass ein Car voll HVN-Mitglieder ausgerechnet am 14. Juli, dem Nationalfeiertag der Franzosen, auf den Ballenberg gefahren ist, um sich das Stück anzusehen, das ihren Namen trägt?

Auf der Hinfahrt hat Vorstandsmitglied Agi Flury den Exkursionsteilnehmerinnen und -Teilnehmern die historische Veronika in Erinnerung gerufen, und auf dem Ballenberg erzählte Andreas Berger, der Autor, von der Arbeit am Theaterstück. Herzlichen Dank den beiden sowie auch den Organisatoren der Fahrt, Markus Portmann, Josef Bernasconi und Peter Steiner.

Rückblick: Die Hungerkrise von 1817

Die letzte grosse Hungerkrise schüttelte die Schweiz in den Jahren 1816/17. Um auf diese Zeit vor 200 Jahren zurückzublicken, organisierten der Historische Verein Nidwalden gemeinsam mit dem «Kulinarischen Erbe der Alpen» einen Erinnerungstag. Am Samstag, 11. Februar 2017, erfuhren rund 150 Interessierte auf einer Dorfführung durch Stans Wissenswertes und Kurioses rund um die Ernährung in jener Zeit. Danach genossen sie für 1.25 Franken eine Hungersuppe nach altem Rezept im Kapuziner Kloster. Und am Abend wurden rund 60 Personen mit einem Hungergelage aus der Küche der beiden Avantgardeköchinnen Rebecca Clopath und Elif Oskan verwöhnt.

Rückblick: Geschichte aktuell 2016

Unter dem Titel «Geschichte aktuell» organisierten Fabian Hodel und Brigitt Flüeler drei Begegnungen mit drei Journalisten von Radio und Fernsehen SRF, die Geschichte live miterlebt haben.

Am ersten Abend gab Peter Gysling, langjähriger Korrespondent für die Länder der ehemaligen Sowjetunion, Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Probleme in Russland, in den Republiken im Kaukasus und in Zentralasien. Der zweite Abend gehörte Casper Selg, dem mehrfach ausgezeichneten Polit-Journalisten, Redaktionsleiter und Moderator des «Echo der Zeit» und auch Korrespondent in den USA und in Deutschland. Schwerpunkt seiner Ausführungen war der Wandel in der Medienwelt. Am dritten Abend sprach Werner van Gent über die Flüchtlingskrise und den Krieg in Syrien, deren Ursachen er in weit zurückliegenden historischen Fehlentscheiden ortete.

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Rückblick: Isabelle Kaiser - Hohepriesterin der Dichtkunst

Auf Einladung des HVN kehrte am 1. Oktober 2016 die einst international erfolgreiche Schriftstellerin und Dichterin Isabelle Kaiser in ihre Ermitage in Beckenried zurück. Isabelle, dargestellt von Maja Schelldorf und von Brigitt Flüeler über ihr Leben und Werk befragt, bezauberte das zahlreich anwesende Publikum.

Bei diesem Anlass präsentierte Raphael von Matt aus Stans seine Maturaarbiet den Comic «Der Chniriseppli» nach der Geschichte «Holi! ho! dia! hou!» von Isabelle Kaiser.

 

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